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Wochenausblick

Nasdaq minus 4 Prozent: KI-Angst wächst – Apple und Nvidia kämpfen um die Börsenkrone!

Juli 2026

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Die Vorwoche wurde von einer ansteigenden KI-Angst an der Wall Street dominiert, welche die hohen Erwartungen des Marktes an die Branche mit einem Fragezeichen versah. Insbesondere durch die Umsatzwarnung von IBM geriet der gesamte Sektor unter Druck, der schon in der Woche zuvor bei den Chip-Werten erste Gewinnmitnahmen generiert hatte. IBM warnte außerordentlich, abseits der Finanztermine des Unternehmens, vor einem Umsatzrückgang im Mainframe-Bereich. Die Aktie reagierte prompt und zwar negativ, mit dem größten Kursrutsch der 111-jährigen Börsengeschiche des Unternehmens. Auf weitere Aktien gingen wir im zweiten Teil gesondert ein und skizzierten zuvor die Reaktion des Gesamtmarktes. 

Natürlich war die Auswirkung auf den Dow Jones direkt zu spüren, der aber mit positiven US-Quartalszahlen des Bankensektors und einer starken Apple-Aktie diesen IBM-Schock recht gut auffangen konnte. Der Wochenverlust betrug weniger als ein Prozent. Deutlicher ging es im marktbreiten S&P500 nach unten, er verlor durch die hohe Gewichtung der Tech-Werte 1,6 Prozent und der Nasdaq sogar mehr als 4 Prozent. Hier schlug die Skepsis gegenüber künftigen KI-Einnahmen deutlicher zu. Daran änderten auch die guten Zahlen vom Chipmaschinenbauer ASML nichts und das Listing der südkoreanischen SK Hynix an der Nasdaq nichts. Am schwachen Philadelphia-Halbleiterindex war deutlich sichtbar, dass Anleger den Sektor stark verkauften. Er liegt nun mehr als 20 Prozent unter seinem Rekordhoch von Ende Juni, allein die großen Chipwerte vollzogen die schwächste Woche seit dem Zollbeben vom April 2025.

Unterstützt wurde der Gesamtmarkt dennoch von den Wirtschaftsdaten aus den USA. Das Verbrauchervertrauen stieg abermals an und entfernt sich damit weiter von den Rekordtiefs aus dem ersten Quartal. Zudem stiegen die US-Verbraucherpreise im Juni nur noch um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr an und lagen somit unter den erwarteten 3,8 Prozent. Im Monatsvergleich fielen die Preise sogar um 0,4 Prozent und zeigten damit den stärksten Rückgang seit April 2020 an. Über diese Daten, und auch die Erzeugerpreise, kommt die US-Notenbank Fed dann in der kommenden Woche zum neuen Ausblick zur Zinsentwicklung in den USA. Nach diesen Daten wird aktuell mit nur noch einer Zinsanhebung in diesem Jahr gerechnet. Die Tendenz war vor einer Woche in Richtung zwei Anhebungen. Um so gespannter sind wir auf die Fed-Sitzung in rund einer Woche - melde Dich dazu gern schon heute an.

Im DAX dominierte zum Wochenstart die positive Stimmung. Nach einer negativen Eröffnung kam direktes Kaufinteresse in den Markt und das entstandene GAP konnte bereits geschlossen werden. In Richtung 25.000 Punkte-Marke ist mit einer Gegenbewegung nun durchaus zu rechnen, darüber wird es jedoch maßgeblich von der Wall Street abhängen, wie weit die Eindeckungen am Markt nach der schwachen Vorwoche tragen.

Denn mit Blick auf die Geopolitik ist weiterhin auch mit Unsicherheit zu rechnen. Der Ölpreis notiert weiterhin fest, da sich im Iran-Krieg noch immer keine Entspannung andeutet. Parallel zeigt sich der Goldpreis ebenfalls stabil, aber nicht mehr im Aufwärtstrend. Die runde Marke von 4.000 US-Dollar ist hier aktuell der Dreh-und Angelpunkt in der technischen Analyse. Ebenso stabil scheint der Bitcoin über der 64.000 US-Dollar-Marke zu sein, neue Impulse blieben in der Vorwoche aus.

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Bei den Einzelwerten vollzog sich ein Wechsel der wertvollsten US-Unternehmen. Apple legte weiter zu und zog an Nvidia vorbei. Das Chartbild bei Apple zeigt einen starken Impuls und Allzeithochs, während die Nvidia-Aktie weiter in der Konsolidierung steckt. Wir blieben bei den Chipwerten und analysierten die Kursrückgänge von Marvell Technology und Micron Technology. Beide Werte aus dem Chipsektor gerieten unter Druck, nachdem charttechnische Supports nicht gehalten wurden. Micron gab die 1.000 US-Dollar-Marke auf und Marvell verlor sogar genau 20 Prozent in der Vorwoche. Noch stärker gaben die Kurse bei SanDisk nach, weil auch die Speicherchips als Bauteile der KI-Revolution in Mitleidenschaft gerieten. Mit rund 30 Prozent Kursabschlag war SanDisk der schlechteste Wert aus dem Nasdaq, während IBM und auch Oracle den Dow Jones am stärksten belasteten. Doch selbst diese prozentual starken Kursrückgänge müssen immer im Verhältnis zu den vorangegangenen Gewinnen betrachtet werden. Micron Technology verlor zwar seit dem Junihoch rund 28 Prozent, kann aber im Jahresverlauf auf ein Plus von rund 170 Prozent verweisen.

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Als Highlight ist die PayPal-Aktie zu nennen. Eine Übernahmeofferte hat den Kurs sehr stark anziehen lassen und aus dem Abwärtstrend gehoben. Doch nachdem der Zahlungsabwickler Stripe und das Private-Equity-Unternehmen Advent letzte Woche das (nach Medienberichten) Übernahmeangebot in Höhe von insgesamt 53 Milliarden US-Dollar vorgelegt haben, hat sich der bekannte Zahlungsdienstleister bisher noch nicht offiziell dazu geäußert. Was ist also dran an der Story?

Bei der SpaceX-Story ist weiterhin viel Fantasie "drin", im Kurs jedoch Ernüchterung eingekehrt.  Die ersten Notierungen nach dem IPO sind deutlich abverkauft worden und die Aktie notiert unter dem Ausgabekurs. Sie ist eng gekoppelt an Tesla, wo wir in dieser Woche noch Quartalszahlen sehen werden. Äußert sich Elon Musk für beide Unternehmen an diesem Termin zuversichtlich und kann erneut mit einem starken Ausblick bei den Anleger:innen punkten? Darauf schauen wir gern in einem Einzelvideo nach der Veröffentlichung. Weiterhin melden IBM und Alphabet aus dem Technologiesektor ihre Daten in dieser Woche. Die Gesamtübersicht zeigen wir Dir auch noch einmal in diesem Wochenausblick auf.

Für die nächste Sendung laden wir Dich erneut für den ersten Montag im August 10.30 Uhr recht herzlich ein:   

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