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ETF Analyse

Quantencomputer vor dem Durchbruch? Diese 5 ETFs im Vergleich

September 2026

 

Heute widmen wir uns im praxisorientierten Webinar wieder der klassischen Geldanlage mit ETFs und dabei einem der derzeit spannendsten, aber zugleich spekulativsten Technologiethemen: Quantencomputing-ETFs. Quantencomputer könnten in Zukunft Aufgaben bewältigen, bei denen selbst leistungsfähige klassische Rechner an ihre Grenzen stoßen. Von der Materialsimulation über die Entwicklung neuer Medikamente bis hin zu komplexen Optimierungsproblemen reichen die möglichen Anwendungen.


Doch anders als bei bereits etablierten Technologietrends steht Quantencomputing noch ganz am Anfang. Der heutige Markt ist mit einem Volumen von gut einer Milliarde US-Dollar vergleichsweise klein. Gleichzeitig reichen Prognosen für das Jahr 2035 bis zu 72 Milliarden US-Dollar. Anleger investieren hier also vor allem in die Erwartung einer Technologie, deren kommerzielles Potenzial sich erst in den kommenden Jahren entfalten muss. 

Genau deshalb schauen wir uns in diesem Video zunächst an, was Quantencomputing überhaupt ist und warum die Technologie für Unternehmen und Anleger interessant werden könnte. Fortschritte bei der Fehlerkorrektur, milliardenschwere staatliche Förderprogramme, die Verbindung von Quantencomputing und künstlicher Intelligenz sowie erste konkrete Industrieprojekte bilden wichtige Wachstumstreiber. Gleichzeitig sorgt die mögliche Bedrohung heutiger Verschlüsselungsverfahren durch leistungsfähige Quantencomputer bereits jetzt für Investitionen in quantensichere Kryptographie. 

Dabei ist Quantencomputing keineswegs ein einheitlicher Markt. Neben spezialisierten Unternehmen wie IonQ, Rigetti Computing oder D-Wave sind Technologiekonzerne wie IBM, Alphabet und Microsoft beteiligt. Hinzu kommen Zulieferer wie Nvidia, Infineon oder Samsung sowie Unternehmen aus den Bereichen Software, Sensorik und quantensichere Verschlüsselung. Genau diese unterschiedlichen Segmente führen dazu, dass sich auch die verfügbaren ETFs in ihrer Zusammensetzung erheblich unterscheiden.
 

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Während einige Produkte stärker auf sogenannte Pure Plays und damit auf reine Quantencomputing-Unternehmen setzen, verfolgen andere einen breiteren Ökosystem-Ansatz. Große Technologiekonzerne können dabei die Schwankungen eines ETFs reduzieren, gleichzeitig wird das eigentliche Quantencomputing-Thema dadurch weniger konzentriert. Eine dritte Variante verbindet Quantencomputing mit KI und Halbleitern und ähnelt damit stärker einem klassischen Technologie-ETF. 

In diesem Video stellen wir deshalb gleich fünf in Deutschland handelbare UCITS-ETFs näher vor: den VanEck Quantum Computing UCITS ETF, den WisdomTree Quantum Computing UCITS ETF, den iShares Quantum Computing UCITS ETF, den Global X AI Semiconductor & Quantum UCITS ETF sowie den Boreas Solactive Quantum Computing UCITS ETF. Interessant ist dabei auch, wie jung dieses Anlagethema überhaupt ist: Alle fünf Produkte wurden erst ab 2025/2026 aufgelegt und besitzen entsprechend noch keine langfristige Historie. 

Die Unterschiede sind dennoch bereits deutlich. Der VanEck-ETF verfolgt einen breiteren Ökosystem-Ansatz und ist mit rund 760 Millionen Euro Fondsvolumen das mit Abstand größte Produkt der Gruppe. WisdomTree setzt wesentlich stärker auf reine Quantenunternehmen wie Rigetti, IonQ und D-Wave. iShares kombiniert ebenfalls Spezialisten mit großen Technologiekonzernen, während Global X Quantencomputing mit KI-Halbleitern verbindet. Der Boreas-ETF wiederum konzentriert sich auf lediglich 25 Unternehmen und ist mit einem Fondsvolumen von rund drei Millionen Euro noch ausgesprochen klein. 

Gerade beim Quantencomputing ist jedoch ein genauer Blick auf die Risiken besonders wichtig. Der entscheidende technologische Engpass bleibt die Fehlerkorrektur. Erst wenn Quantenrechner zuverlässig und in größerem Maßstab arbeiten können, dürfte sich das wirtschaftliche Potenzial deutlich stärker entfalten. Fachleute rechnen laut den im Webinar vorgestellten Einschätzungen mit fünf bis acht Jahren bis zu den ersten breiteren hybriden Anwendungen. Für Anleger bedeutet dies einen entsprechend langen Anlagehorizont. 

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Hinzu kommen teilweise extreme Bewertungen und Kursschwankungen. Viele der spezialisierten Quantenunternehmen erzielen bislang geringe Umsätze oder schreiben Verluste. Entsprechend stark können ihre Aktien auf neue technologische Entwicklungen, Erwartungen oder auch enttäuschende Nachrichten reagieren. Die Streuung über einen ETF reduziert zwar das Risiko eines einzelnen Unternehmens, beseitigt jedoch nicht die hohen Schwankungen des gesamten Sektors.

Quantencomputing könnte damit zu den großen Technologiethemen der kommenden Jahrzehnte gehören. Ob und wann der kommerzielle Durchbruch tatsächlich gelingt und welche Unternehmen am Ende zu den Gewinnern zählen werden, ist heute allerdings noch offen. Gerade deshalb ist der Vergleich verschiedener ETF-Konzepte interessant: vom konzentrierten Pure-Play-Ansatz bis zur breiteren Mischung aus Quantenunternehmen, Halbleiterherstellern und etablierten Technologiekonzernen.

In rund 30 Minuten erhältst Du einen fundierten Überblick über die Investmentmöglichkeiten im Bereich Quantencomputing, ohne selbst eine Auswahl einzelner Aktien vornehmen zu müssen. Zusätzlich werfen wir einen Blick auf wichtige Unternehmen des Sektors und zeigen, warum Namen wie IonQ, Rigetti Computing, D-Wave, IBM, Alphabet, Microsoft oder Nvidia innerhalb der verschiedenen ETF-Konzepte eine ganz unterschiedliche Rolle spielen.

Wie schon in den vorangegangenen Sendungen, welche monatlich auf diesem YouTube-Kanal erscheinen und LIVE zu erleben sind, kannst Du die vorgestellten Produkte anschließend miteinander vergleichen und Dir ein eigenes Bild davon machen, welche Strategie und welches Risikoprofil zu Deinem Depot passen. Gern sehen wir uns wieder am 29. Oktober um 14.00 Uhr zur nächsten Sendung, zu der Du Dich hier anmelden kannst: Hier geht es zur Anmeldung.        

Besten Dank für die Aufmerksamkeit und viel Erfolg beim Investieren sagen     
Roland Jegen und Andreas Bernstein  
 

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